Eine aufgehübschte Immobilie verkauft sich besser – Home Staging hilft dabei

Die Immobilie soll verkauft werden, aber auf den schnell geknipsten Fotos macht sie nicht wirklich was her? Und eigentlich wird auch gar nicht deutlich, wie viele Möglichkeiten in den Räumen stecken? Dann ist Home Staging die richtige Lösung. In den USA ist der Begriff seit über 25 Jahren geläufig, und auch in Deutschland boomen sogenannte Home Staging-Agenturen.

Doch um was geht es beim Home Staging eigentlich? Im Grunde darum, die zum Verkauf stehende Immobilie im besten Licht erscheinen zu lassen. Denn oft entscheidet schon der erste Eindruck darüber, ob sich ein Interessent in das Objekt „verliebt“ – oder eben nicht. Strenge Gerüche, durchgelaufene Teppichböden, vergilbte Tapeten oder alte Möbel treiben den Verkaufspreis ganz schnell nach unten.

Und genau hier setzt Home Staging an. Laut einer amerikanischen Studie können sich gerade mal 20 Prozent der potentiellen Wohnungskäufer einen unmöblierten oder einen noch möblierten Raum mit eigenen Möbeln vorstellen. Also raus mit dem alten Krempel – schließlich soll ein Haus verkauft werden, keine Privatsphäre. Kleine Schönheitsreparaturen sind dabei unumgänglich, oftmals werden auch die Wände neu gestrichen oder Laminat verlegt.
Zuletzt folgt die Kür: Die Fantasie anregen. Dafür werden die Räume mit Leihmöbeln möbliert – sehr spärlich nur, denn es soll ja keine komplette Wohnungseinrichtung werden. Eben nur so viel, dass sich potentielle Käufer sofort vorstellen können, wo Bett, Esstisch oder Sofa hinpassen könnten.

»Die Einrichtung wird schlicht gehalten«

Allerdings ersetzt das Home Staging keinesfalls eine klassische Renovierung oder Sanierung. Es werden auch keine substanziellen Mängel vertuscht – das wäre schlicht und ergreifend Betrug. Doch dank der Home-Stylisten fällt es potentiellen Interessenten wesentlich leichter, die brachliegenden Möglichkeiten der Immobilie zu erkennen. Home Staging ist also eine Verkaufstechnik zur Verkaufsförderung – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

»Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wer seine Immobilie nicht optimal präsentiert, verkauft sie unter Wert.«

»Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wer seine Immobilie nicht optimal präsentiert, verkauft sie unter Wert.«

Andreas Huss, Inhaber von HUSS Immobilien, über die Bedeutung von Home Staging.

Wie erkennen Sie einen qualifizierten Home Staging Professional?

  • Ist die Preis-Leistungs-Darstellung transparent? Nur die Angabe von x % des Verkaufspreises reicht nicht aus.
  • Gibt es ein vollständiges (mind. 3-stufiges) Home Staging-Angebot, bestehend aus Beratung, 1-Tages-Kur incl. Tipps zur Durchführung von Besichtigungen, Komplett-Angebot incl. Mietmöbel? Nur einen Raum statt des gesamten Objekts zu stagen oder das Verteilen von Rosenblättern und Luftballons statt Ausstattung mit Mietmöbeln führen nicht zum erwünschten schnelleren Verkaufserfolg.
  • Kann er/sie seine/ihre besondere Home Staging-Qualifizierung nachweisen? Die Lektüre eines Home Staging-Ratgebers aus Amerika reicht nicht aus, um in Deutschland im Kundeninteresse erfolgreich zu arbeiten.
  • Kann er/sie eine Berufshaftpflichtversicherung in ausreichender Höhe nachweisen?
  • Sind alle Mitarbeiter ordnungsgemäß gemeldet?
  • Bekommen Sie einen schriftlichen Vertrag incl. AGBs ausgehändigt?
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. (DGHR e.V.)