Immo Messe 2016 in Waiblingen

messebild2016Vom 8. – 9. Oktober 2016 waren wir auf der Immo Messe in Waiblingen. Wir hatten eine super Zeit mit vielen tollen Gesprächen und neuen Kontakten.

Vielen Dank für alle die uns besucht haben! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr 🙂

Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg

Eingeführt wurde die Rauchmelderpflicht für Baden-Württemberg am 10. Juli 2013 und gilt seitdem für alle Wohnungen. Nachzulesen ist die Regelung in der LBOBW (Landesbauordnung Baden-Württemberg) in der aktuellen Fassung.

Nachfolgend ein Auszug zum Thema Brandschutz:

§ 15 Brandschutz Absatz 7

Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, sowie Rettungswege von solchen Aufenthaltsräumen in derselben Nutzungseinheit, sind jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Eigentümerinnen und Eigentümer bereits bestehender Gebäude sind verpflichtet, diese bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten. (…)

Eigentümergemeinschaft muss Energieausweis bezahlen

Die Eigentümergemeinschaft muss den Energieausweis für das Gebäude in Auftrag geben und bezahlen. Setzen Sie sich rechtzeitig vor dem Verkauf oder der Vermietung Ihrer Wohnung mit dem Verwalter in Verbindung, damit dieser einen Beschluss der Eigentümerversammlung vorbereitet. Denn bei Verkauf oder Vermietung brauchen Sie den Ausweis. Jeder Eigentümer hat Anspruch darauf, dass der Energieausweis erstellt wird. Selbst wenn die Mehrheit ablehnt, darf der Verwalter den Ausweis auf Kosten der Gemeinschaft bestellen. Für die Einhaltung der Vorschriften sind die einzelnen Eigentümer verantwortlich und müssen bei Verstoß das Bußgeld bezahlen – nicht die Gemeinschaft.

Vorsicht: Wenn ein Eigentümer dem Kauf- oder Mietinteressenten den Ausweis nicht vorlegt, kann er schon heute mit bis zu 15.000 Euro Bußgeld belegt werden. Eine Schonfrist bis Mai 2015 gilt nur für die Pflicht, die Energiekennwerte in Immobilienanzeigen anzugeben.

Sondertilgung: Günstiger raus aus dem Kredit

Kreditkunden mit einem Recht auf Sondertilgungen im Vertrag müssen weniger Entschädigung an die Bank zahlen, wenn sie ihren Baukredit vorzeitig zurückzahlen. Das hat das Oberlandesgericht Oldenburg entschieden (Az. 6 U 236/13).Die Richter stellten klar: Die Bank muss die Entschädigung so kalkulieren, als würde der Kunde seine Sondertilgungsrechte während der restlichen Zinsbindung voll ausschöpfen. Da sie dann weniger Zinseinnahmen hätte, fällt ihr Zinsverlust durch die vorzeitige Rückzahlung geringer aus. Die für den Kunden günstigere Berechnung darf sie nicht per Vertragsklausel ausschließen.

Beispiel: Ein Kunde zahlt 150.000 Euro fünf Jahre vor Ende der Zinsbindung zurück. Der Zinssatz beträgt 5 Prozent, die Monatsrate 1.000 Euro. Hat er ein Sondertilgungsrecht von 20.000 Euro im Jahr, darf die Bank nur rund 22.000 statt 29.000 Euro Entschädigung verlangen.

Mehrfamilienhaus: Einzelner Balkon darf nicht voll verglast werden

Will ein Wohnungseigentümer seinen offenen Balkon voll verglasen, um ihn als Wintergarten nutzen zu können, braucht er die Zustimmung aller Eigentümer. Durch den Umbau werde der Gesamteindruck der Wohnanlage optisch störend verändert, entschied das Amtsgericht Lübeck (Az. 35 C 45/13). Die Komplettverglasung vermittle einen „deutlich wuchtigeren Eindruck“ als die bisherige Optik der Balkone, so das Gericht. In dem entschiedenen Fall hatte die Eigentümerversammlung die Vollverglasung erlaubt – bei einer Gegenstimme. Diesen Beschluss erklärte das Gericht nun für ungültig. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, doch so wie das Lübecker Gericht haben in der Vergangenheit auch das Amtsgericht Berlin Charlottenburg (Az. 73 C 220/10) und das Amtsgericht Konstanz (Az. 12 C 17/07) entschieden.

Bauarbeiten: Handwerker dürfen rein

Ein Mieter muss dulden, dass Heizkostenverteiler in seiner Wohnung zu üblichen Arbeitszeiten ausgetauscht werden. Er kann nicht verlangen, dass die Arbeiten erst nach 18 Uhr ausgeführt werden, weil er berufstätig ist (Amtsgericht Lichtenberg, Az. 18 C 366/13).